Der Sonderpädagogische Dienst unterstützt die Grund-, Werkreal- und Gemeinschaftsschulen in unserem Einzugsgebiet in Bezug auf SchülerInnen,

  • die über einen längeren Zeitraum Auffälligkeiten im Bereich des Lernens zeigen
  • die in unterschiedlichen Lernbereichen überfordert sind
  • die zunehmend die Lust am Lernen verlieren
  • die auffälliges Verhalten zeigen
  • die Teilleistungsschwächen in mehreren Bereichen aufweisen

 und somit den Anspruch auf ein sonderpädagogisches Beratungs- und Unterstützungsangebot haben.

Die Mitarbeiter des Sonderpädagogischen Dienstes werden in den allgemeinen Schulen subsidiär (unterstützend, ergänzend, helfend) in folgender Form tätig:

  • Sie hospitieren im Unterricht.
  • Sie fördern SchülerInnen.
  • Sie beraten über Fördermöglichkeiten.
  • Sie unterstützen bei der Erarbeitung von individuellen Förderplänen.
  • Sie beraten Eltern.
  • Sie vermitteln Kontakte zu:
    • Psychologischen Beratungsstellen
    • Ärzten, Ergotherapeuten, Logopäden
    • Sozialpädagogischen Einrichtungen

Ablauf:

 

Feststellung eines sonderpädagogischen Bildungsanspruchs

Neben den Angeboten des sonderpädagogischen Dienstes besteht immer wieder die Notwendigkeit, einen Anspruch auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot festzustellen.

Diese Maßnahme bezieht sich auf SchülerInnen, die bereits im sonderpädagogischen Dienst betreut wurden und:

  • die Fördermaßnahmen der allgemeinen Schule ausgeschöpft sind bzw. nicht erfolgreich waren.
  • eine Wiederholung der Klasse / eine Überalterung droht.

In diesen Fällen überprüfen wir den sonderpädagogischen Förderbedarf im Rahmen einer kooperativen Diagnostik und informieren die Eltern über Unterstützungs- und Bildungsmöglichkeiten.

Ablauf:

 

Antrag auf Überprüfung für angehende Erstklässler

Immer wieder kommt es vor, dass Kinder zwar schulpflichtig sind, aber aus mehreren Gründen dem Unterricht in der Grundschule voraussichtlich noch nicht folgen können.

Gründe können z.B. in folgenden Bereichen liegen:

  • allgemeine Entwicklung   
  • soziale / emotionale Entwicklung
  • Fein- und Grobmotorik
  • kognitive Entwicklung (u.a. Sprache)

In diesen Fällen besteht nach einer sonderpädagogischen Überprüfung ggf. die Möglichkeit, die Klasse 1 der Gebrüder-Grimm-Schule zu besuchen. 

Im Oktober jeden Schuljahres informieren wir Eltern, ErzieherInnen und Interessierte über unser Angebot und das Verfahren.

Ablauf:

  • Dazu müssen Eltern einen Antrag mit ErzieherInnen und / oder KooperationslehrerInnen über die zuständige Grundschule an das Staatliche Schulamt Mannheim (SSA) stellen. „Antrag zur Durchführung des Verfahrens auf Feststellung des Anspruchs auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot
  • Danach fordert das SSA einen Päd. Bericht der zuständigen Grundschule an.
  • Dann beauftragt das SSA Mannheim das zuständige SBBZ mit der sonderpädagogischen Diagnostik zur Überprüfung des Anspruchs auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot.
  • Eine Sonderschullehrkraft kommt in den Kindergarten und führt entsprechende Beobachtungen, Testungen und Gespräche durch.
  • Es findet ein beratendes Elterngespräch statt.
  • Das verfasste Gutachten wird von uns an das Staatliche Schulamt Mannheim gesendet und dort geprüft - wenn der Anspruch besteht, wird er zunächst für ein Schuljahr festgestellt.
  • Im Sommer findet eine Schnupperstunde statt.
  • Die Einschulung erfolgt im September.

 

Inklusives Bildungsangebot (IN)

Im Sinne der Inklusion besteht für SchülerInnen mit festgestelltem Anspruch auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot auch die Möglichkeit, auf Antrag an einem Inklusiven Bildungsangebot in der Regelschule teilzunehmen.

In diesem Fall begleitet ein Sonderpädagoge den/die SchülerIn ca. zwei Stunden pro Woche im Unterricht.

Allerdings besteht kein Anspruch auf die Wahl des Schulortes. Das Schulamt bemüht sich Gruppen zu bilden.

Weiterhin werden die LehrerInnen der allgemeinen Schule in Bezug auf Differenzierung und individuelle Fördermaßnahmen beraten. Sowohl Eltern als auch Lehrer werden in die individuelle Förderplanung eingebunden.

 

Weitere Informationen zum Sonderpädagogischen Dienstes und zum IN finden Sie auf der Seite des Staatlichen Schulamtes Mannheim.

 

Einzugsgebiet

 

Rhein-Neckar-Kreis:

Bargen, Epfenbach, Flinsbach, Helmstadt, Neckarbischofsheim, Reichartshausen

 

Neckar-Odenwald-Kreis:

Aglasterhausen, Asbach, Breitenbronn, Daudenzell, Haßmersheim, Hochhausen, Hüffenhardt, Kälbertshausen, Michelbach, Mörtelstein, Neckarmühlbach, Neunkirchen, Obrigheim, Schwarzach